Wäschesymbole erklärt: So lesen Sie die Pflegeetiketten von Kinderkleidung
Jedes Kleidungsetikett spricht eine Sprache aus kleinen Symbolen: Bottiche, Dreiecke, Quadrate und Punkte. Wenn Sie sie einmal lesen können, lassen Sie ein Lieblingsshirt nie wieder einlaufen und sorgen dafür, dass ein Aufdruck nicht mehr verblasst. Direkt neben diesen Symbolen steht eine kurze Liste mit Faseranteilen in Prozent. Zusammen verraten sie Ihnen fast alles, was Sie wissen müssen, bevor ein neues Kleidungsstück in den Kleiderschrank Ihres Kindes kommt – besonders im Sommer, wenn ein heißer, an der Haut klebender Stoff einen schönen Tag schnell in schlechte Laune verwandeln kann. Sobald Sie wissen, wie man ein Kleidungsetikett samt Wäschesymbolen liest, wird das Einkaufen viel einfacher und deutlich weniger zur Raterei.
Zusammenfassung des Artikels
Pflegeetiketten verwenden kleine Wäschesymbole statt Worten: Punkte geben die Temperatur an, ein durchgestrichenes Dreieck bedeutet „nicht bleichen“, und ein durchgestrichener Kreis steht für „nicht chemisch reinigen“. Der Fasergehalt – die Prozentsätze auf jedem Etikett – zeigt, wie atmungsaktiv sich ein Kleidungsstück anfühlt. Natürliche und pflanzliche Stoffe wie Bio-Baumwolle, Musselin und Viskose sind im Sommer am atmungsaktivsten. Wenn Sie beides vor dem Kauf prüfen, lässt sich am einfachsten eine Sommergarderobe zusammenstellen, die die ganze Saison über bequem bleibt.
Inhaltsverzeichnis▾
- Den Code entschlüsseln: Was steht tatsächlich auf einem Kleidungsetikett?
- Warum der Stoff bei steigenden Temperaturen noch wichtiger wird
- Die Stoffe, nach denen Sie im Sommer Ausschau halten sollten
- Stoffe und Mischgewebe, bei denen Vorsicht geboten ist
- Eine kurze Checkliste zum Lesen von Pflegeetiketten für den Einkaufstag
- Wie Deux par Deux sommerbereite Kleidungsstücke entwickelt
- Etikettenlesen zur Selbstverständlichkeit machen
- Häufig gestellte Fragen
Den Code entschlüsseln: Was steht tatsächlich auf einem Kleidungsetikett?
Jedes Etikett ist eigentlich zweigeteilt: Es enthält Pflegehinweise und eine Angabe zum Fasergehalt.
Wenn Sie lernen, die beiden voneinander zu unterscheiden, und generell wissen, wie man Kleidungsetiketten liest, lässt sich das gesamte Etikett viel leichter verstehen. Wir beginnen mit dem Teil, der die meisten Eltern vor Schwierigkeiten stellt: den Symbolen.
Pflegeetiketten und Wäschesymbole: Was sie wirklich aussagen
Die kleinen Symbole auf jedem Etikett – der Waschbottich, das Dreieck, das Quadrat und das Bügeleisen – sind keine Dekoration. Zusammen bilden sie eine kompakte Reihe von Wäschesymbolen, eine Art visueller Kurzschrift, die Ihnen zeigt, wie ein Kleidungsstück Wäsche für Wäsche optimal aussieht und atmungsaktiv bleibt. Wer diese Pflegehinweise falsch liest, lässt ein Lieblingsshirt für den Sommer schnell einlaufen oder sorgt dafür, dass ein Aufdruck schon nach wenigen Waschgängen verblasst.
Hier finden Sie eine kurze Übersicht über die Bedeutung der gängigsten Kleidungssymbole.
Symbole der Waschmaschine und Wassertemperatur
Das Waschbottich-Symbol steht auf den meisten Pflegeetiketten an erster Stelle und ist gewöhnlich das erste Wäschesymbol, nach dem Eltern suchen. In diesem Bottich sehen Sie oft ein bis drei Punkte.
- Ein Punkt bedeutet kaltes Wasser.
- Zwei Punkte bedeuten warmes Wasser.
- Drei Punkte bedeuten heißes Wasser.
Diese Punkte richtig zu lesen, kann den Unterschied ausmachen zwischen einem Kaltwaschgang in der Maschine, der das Ausbluten der Farben verhindert, und einer heißen Wäsche, die ein Kleidungsstück einlaufen oder einen Aufdruck verblassen lassen kann. Grundsätzlich ist kaltes Wasser sowohl für Naturfasern als auch für bedruckte Motive schonender. Deshalb sind so viele Kinderkleidungsstücke für die Kaltwäsche gekennzeichnet.
Eine Waschschüssel mit einer Hand ist das Symbol für Handwäsche und weist darauf hin, dass das Kleidungsstück von Hand statt in der Waschmaschine gewaschen werden sollte. Ein X, das direkt durch die Waschschüssel verläuft, bedeutet, dass überhaupt nicht gewaschen werden darf – weder in der Maschine noch von Hand.
Schonwaschgang, Bleichmittel und das Dreieck mit einem X
Eine Waschschüssel mit einer Linie darunter weist in der Regel auf einen Schonwaschgang oder eine reduzierte Schleuderbewegung hin, wie sie bei empfindlichen Kleidungsstücken oder locker gestrickten Teilen üblich ist. Direkt neben der Waschschüssel findet sich häufig ein schlichtes Dreieck. Dieses Dreieck ist das Bleichmittelsymbol und sollte sorgfältig gelesen werden:
- Ein leeres Dreieck bedeutet, dass Bleichmittel verwendet werden kann.
- Ein Dreieck mit zwei diagonalen Linien im Inneren bedeutet, dass nur chlorfreies Bleichmittel unbedenklich ist.
- Ein Dreieck mit einem X darüber bedeutet: keinerlei Bleichmittel verwenden.
Das letzte Symbol, das Dreieck mit einem X, findet sich häufig auf farbenfrohen oder bedruckten Kleidungsstücken für Kinder, da Bleichmittel die Farbe ausbleichen und einen Aufdruck bereits nach einem einzigen Waschgang beschädigen kann.
Trocknersymbole, einschließlich des Symbols „Nicht trocknergeeignet“
Ein Quadrat mit einem Kreis im Inneren steht für den Trockner. Die Punkte in diesem Kreis funktionieren genauso wie beim Waschsymbol: Je mehr Punkte vorhanden sind, desto höher darf die Temperatur sein. Ein Quadrat mit einem Kreis und einem X darüber ist das Symbol für „Nicht trocknergeeignet“ und bedeutet, dass der Artikel stattdessen an der Luft trocknen sollte, statt Wärme und Trommelbewegung ausgesetzt zu werden. Dieses Symbol findet sich häufig bei elastischeren Stoffen und Kleidungsstücken mit Elasthan, da hohe Temperaturen die Elastizität mit der Zeit beeinträchtigen und die Passform beschädigen können.
Ein schlichtes Quadrat mit waagerechten Linien im Inneren bedeutet in der Regel, dass das Kleidungsstück liegend getrocknet werden soll, während ein Quadrat mit einer geschwungenen Linie nahe dem oberen Rand darauf hinweist, dass es zum Trocknen aufgehängt werden sollte.
Symbole zum Bügeln und zur chemischen Reinigung
Das Bügeleisensymbol folgt derselben Temperatur-Logik wie die Symbole für Waschmaschine und Trockner: Mehr Punkte im Bügeleisen bedeuten, dass eine höhere Temperatureinstellung unbedenklich ist. Ein durchgestrichenes Bügeleisen bedeutet, dass ganz auf Bügeln verzichtet werden sollte – üblich bei Kleidungsstücken mit Aufdrucken, Stickereien oder Synthetikbesätzen.
Ein Kreis weist normalerweise auf Hinweise zur chemischen Reinigung hin. Ein einfacher Kreis bedeutet, dass das Kleidungsstück chemisch gereinigt werden darf, während ein durchgestrichener Kreis das Symbol für „nicht chemisch reinigen“ ist. Er zeigt an, dass keine professionelle Reinigung erforderlich und in den meisten Fällen auch nicht empfohlen ist. Bei alltäglicher Kinderkleidung sieht man dieses Symbol nur selten, da die meisten Kinderkleidungsstücke für regelmäßiges Waschen in der Maschine und nicht für den Gang zur Reinigung konzipiert sind.
Möchten Sie diese Übersicht griffbereit haben, ohne mitten im Wäscheberg das Handy hervorholen zu müssen? Wir haben das gesamte System – Waschbottiche, Dreiecke, Quadrate und jedes Symbol dazwischen – auf einer druckbaren Übersicht der Wäschesymbole zusammengestellt, die Sie ausdrucken und direkt über Ihrer Waschmaschine aufhängen können.
Laden Sie hier die Druckvorlage herunter.
Materialzusammensetzung: Das sollte man zuerst prüfen
Sobald die Symbole verständlich sind, folgt die andere Hälfte des Etiketts: die Liste der Prozentangaben, etwa „95 % Bio-Baumwolle, 5 % Elastan“. Sie zeigt genau, woraus das Kleidungsstück besteht, und ist die nützlichste Einzelinformation, wenn es um die Atmungsaktivität geht.
Ein paar einfache Faustregeln:
- Ein höherer Anteil an Naturfasern bedeutet in der Regel eine bessere Luftzirkulation. Baumwolle, Musselin und Viskose lassen Luft dank ihrer Webstruktur leichter hindurch als vollständig synthetische Stoffe.
- Ein geringer Anteil an Stretchfasern wie Elastan ist normal und unbedenklich. Er sorgt für mehr Bewegungsfreiheit bei aktiven Kindern, ohne die Atmungsaktivität des Kleidungsstücks wesentlich zu verändern.
- Ein überwiegend synthetischer Materialmix speichert mehr Wärme. Das macht ein Kleidungsstück nicht untragbar, ist aber an einem glühend heißen Julinachmittag wichtiger als an einem kühlen Frühlingsmorgen.
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Warum der Stoff bei steigenden Temperaturen noch wichtiger wird
Im Winter kaschiert das Schichten viele kleine Schwächen. Eine etwas weniger atmungsaktive Basisschicht unter einem Pullover fällt kaum auf. Im Sommer gibt es nichts zu verbergen. Ein einzelnes Oberteil oder Kleid muss alles leisten, sodass der Stoff selbst zur Hauptrolle des gesamten Outfits wird.
Kinder regulieren ihre Temperatur außerdem anders als Erwachsene. Ihr Körper heizt sich beim Spielen schneller auf und kühlt weniger effizient ab – ein Grund dafür, dass Überhitzung und Hitzeausschlag in den warmen Monaten häufiger auftreten. Wenn tatsächlich eine Hitzewelle einsetzt, wird die Stoffwahl vom netten Extra zur gesamten Strategie. Selbst an einem gewöhnlich heißen Tag spielt sie eine größere Rolle, als die meisten Eltern denken – und alles beginnt mit dem Pflegeetikett.
Die Stoffe, nach denen Sie im Sommer Ausschau halten sollten
Sobald Sie wissen, wie Sie die Zeile zur Faserzusammensetzung überfliegen, erfahren Sie hier, was sich bei steigenden Temperaturen besonders bewährt:
- Bio-Baumwolle: Weich, atmungsaktiv und sanft zu empfindlicher Haut lässt sie die Luft frei zirkulieren und hält täglichem Tragen sowie häufigem Waschen gut stand.
- Musselin: Ein leichter, locker gewebter Baumwollstoff, der sich luftig auf der Haut anfühlt und ideal für die heißesten Tage ist.
- French Terry: Etwas schwerer als ein einfacher T-Shirt-Stoff, aber dennoch atmungsaktiv, mit einer weichen Schlingenstruktur, die sich gut für Sets und lässige Lagenlooks an kühleren Sommerabenden eignet.
- Viskose: Ein fließender, seidiger Stoff, der sich kühl anfühlt und sich leicht bewegt; er wird häufig für locker fallende Kleider und leichte Oberteile verwendet. Da Viskose so schön fällt, müssen einige Kleidungsstücke daraus von Hand gewaschen werden, damit sie ihre Form auch nach vielen Wäschen behalten.
Stoffe und Mischgewebe, bei denen Vorsicht geboten ist
Nicht jedes Kleidungsstück, das nach Sommer aussieht, ist auch für sommerliche Bedingungen geeignet. Einige Dinge auf dem Etikett verdienen einen zweiten Blick:
- Vollsynthetische Stoffe ohne Naturfaseranteil. Sie können luftig wirken, stauen jedoch häufig Wärme und Feuchtigkeit auf der Haut.
- Dicht gewebte, schwerere Mischgewebe, die ursprünglich für kühlere Jahreszeiten entwickelt und manchmal in leuchtenden Sommermustern neu aufgelegt wurden.
- Ungenaue oder fehlende Angaben zur Faserzusammensetzung. Wenn ein Etikett keine klaren Prozentangaben enthält, lässt sich nur schwer erkennen, was Sie tatsächlich kaufen.
Eine kurze Checkliste zum Lesen von Pflegeetiketten für den Einkaufstag
Wenn Sie das nächste Mal Kleidung für warmes Wetter auswählen, gehen Sie diese kurze Liste durch, bevor Sie etwas in den Warenkorb legen:
- Drehen Sie das Kleidungsstück um und suchen Sie zuerst nach den Prozentangaben zur Faserzusammensetzung.
- Achten Sie in dieser Liste möglichst weit oben auf Bio-Baumwolle, Musselin oder Viskose.
- Prüfen Sie die Pflegesymbole, insbesondere das Symbol für Handwäsche und das Trocknerverbot, um sicherzustellen, dass die Wasch- und Trocknungshinweise zu Ihrem Alltag passen.
- Berücksichtigen Sie die Webart. Lockerer und leichter gewebte Stoffe sind im Allgemeinen atmungsaktiver als dichte, schwere Materialien.
- Achten Sie auf einen geringen Elasthananteil. Er sorgt für mehr Komfort bei aktiven Kindern, ohne die Atmungsaktivität zu beeinträchtigen.
Wie Deux par Deux sommerbereite Kleidungsstücke entwickelt
Die Wahl des Stoffes ist für uns kein nachträglicher Gedanke, sondern der Ausgangspunkt jedes Sommerkleidungsstücks. Unsere Bio-Baumwollkollektion für Mädchen und unsere Bio-Baumwollkollektion für Jungen setzen genau auf atmungsaktive, natürliche Fasern, die lange Sommertage aushalten – vom Vormittag auf dem Spielplatz bis zum Abend im Garten. Jedes Etikett, das wir einnähen, folgt derselben Logik: oben klare Angaben zum Faseranteil, darunter unkomplizierte Pflegehinweise, damit Sie weder beim Bezahlen noch am Waschtag rätseln müssen.
Etikettenlesen zur Selbstverständlichkeit machen
Das Lesen eines Kleidungsetiketts dauert nur ein paar zusätzliche Sekunden, kann aber den Unterschied ausmachen zwischen einem Kleidungsstück, das Ihr Kind die ganze Saison tragen möchte, und einem, das im Juli ganz hinten in der Schublade landet. Dasselbe gilt für Wäschesymbole: Sobald Sie wissen, dass Punkte die Temperatur angeben, ein Dreieck für Bleichen steht und ein Kreis auf die chemische Reinigung hinweist, sieht das gesamte Etikett nicht mehr wie ein Geheimcode aus. Lesen Sie beim nächsten Zusammenlegen der Wäsche einfach noch einmal darauf, und Sie werden es schneller verstehen, als Sie erwarten.
Und sobald ein Kleidungsstück wirklich zu klein geworden ist und nicht nur verblasst aussieht, muss es nicht direkt im Müll landen. Der Leitfaden zum Kleiderrecycling von Earth911 erinnert daran, dass gut erhaltene Sommerkleidung normalerweise ein zweites Zuhause finden kann.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeuten die Symbole auf meinem Kleidungsetikett?
Die Symbole auf einem Kleidungsetikett sind Pflegezeichen – eine allgemein verständliche Reihe von Wäschesymbolen für Waschen, Bleichen, Trocknen und Bügeln. Ein Waschbottich steht für das Waschen, ein Dreieck für Bleichen, ein Quadrat für das Trocknen und ein Bügeleisen für das Bügeln. Punkte in diesen Symbolen geben die Temperatur an, während ein durchgestrichenes Symbol bedeutet, dass die entsprechende Behandlung vollständig vermieden werden sollte.
Woraus bestehen Kleidungsetiketten?
Die meisten Kleidungsetiketten bestehen aus gewebtem Polyester oder Satinband, manchmal auch aus bedruckter Baumwolle. Diese Materialien werden gewählt, weil sie wiederholtes Waschen aushalten, ohne dass Text oder Symbole verblassen oder sich ablösen. Manche Marken drucken Pflegehinweise direkt auf den Stoff, anstatt ein separates Etikett einzunähen. Das kann sich auf empfindlicher Haut weicher anfühlen – ein Merkmal, auf das man bei Kinderkleidung achten sollte.
Werden Kleidungsetiketten links oder rechts angebracht?
Es gibt keine allgemeingültige Regel. In Nordamerika werden Etiketten meist in die linke Seitennaht eines Kleidungsstücks eingenäht, wenn man es trägt, wobei dies je nach Marke und Kleidungsart variiert. Für den Tragekomfort ist jedoch nicht entscheidend, auf welcher Seite das Etikett sitzt, sondern ob es weich, etikettenlos oder direkt auf den Stoff gedruckt ist – besonders bei Kindern mit empfindlicher Haut.






